Event-Marketing

Event-Marketing ist der gezielte Einsatz von Veranstaltungen als Marketinginstrument, um Kunden, Partner oder Mitarbeitende persönlich zu erreichen und Botschaften erlebbar zu machen. Anders als Anzeige, Newsletter oder Social-Media-Post findet der Kontakt nicht auf dem Bildschirm statt, sondern im selben Raum – mit Gesprächen, Demonstrationen und gemeinsamen Momenten. Ein Kundenabend einer Regionalbank, die Hausmesse eines Maschinenbauers oder das Händlerevent eines Automobilherstellers sind typische Beispiele. Der Reiz liegt in der Dichte: In wenigen Stunden entstehen Eindrücke, Beziehungen und Gesprächsanlässe, für die andere Kanäle Monate brauchen.

Welche Rolle spielt Event-Marketing im Marketing-Mix?

Der Marketing-Mix eines Unternehmens besteht aus vielen Kanälen: Werbung, Content, PR, Online-Kampagnen, Vertrieb. Das Event ist darin der Kanal mit dem engsten Kontakt und der geringsten Streuung – wer da ist, ist interessiert. Deshalb funktioniert Event-Marketing selten allein, sondern als Verstärker: Die Kampagne macht die Marke bekannt, das Event macht sie greifbar, der Vertrieb knüpft daran an.

Die Ziele unterscheiden sich je nach Format. Ein Pharmaunternehmen nutzt ein Fachsymposium, um Vertrauen bei Ärztinnen und Ärzten aufzubauen. Ein Software-Anbieter lädt zur Anwenderkonferenz, um Bestandskunden zu binden und Zusatzverkäufe vorzubereiten. Ein Versicherer bringt beim Vertriebs-Kick-off 800 Beraterinnen und Berater auf einen Stand. Gemeinsam ist allen: Es gibt ein messbares Ziel, das schon vor der ersten Einladung feststeht.

Typische Ziele im Event-Marketing

  • Leadgenerierung: Neue Kontakte gewinnen und qualifizieren, etwa auf einer Hausmesse oder Roadshow
  • Kundenbindung: Bestandskunden wertschätzen und Beziehungen vertiefen, etwa beim Kundenevent
  • Imageaufbau: Die Marke mit Haltung und Erlebnis aufladen, statt nur mit Anzeigen
  • Produktkommunikation: Neuheiten zeigen, erklären und ausprobieren lassen
  • Mitarbeitermotivation: Teams informieren, ausrichten und begeistern, etwa beim Kick-off oder Jubiläum

Wie kommunizieren Sie vor, während und nach dem Event?

Ein Event dauert einen Tag, die Kommunikation darum herum mehrere Monate. Vorher geht es um Aufmerksamkeit und Anmeldungen: Save-the-Date, persönliche Einladung, eine Landingpage mit Programm, Teaser-Videos und Erinnerungen an Unentschlossene. Während des Events entsteht der Content, der später weiterarbeitet – Fotos, Kurzvideos, Zitate von der Bühne, ein Livestream für alle, die nicht vor Ort sein können. Danach entscheidet sich, ob die Investition wirkt: Dankesmail mit Aftermovie, Übergabe der Gesprächsnotizen an den Vertrieb, Feedback-Umfrage und eine Auswertung, die Zahlen und Stimmung zusammenbringt.

Wer diese drei Phasen als Einheit plant, holt deutlich mehr aus dem Budget heraus. Bei marbet gehört die Kommunikation vor und nach der Veranstaltung deshalb von Anfang an zum Konzept – und nicht erst, wenn die Bühne abgebaut ist.

Checkliste: Kommunikation rund um das Event

  • Vorher: Einladungsstrecke mit Save-the-Date, Einladung, Erinnerung und Bestätigung
  • Vorher: Landingpage oder Registrierungsseite mit Programm, Referenten und Anreise
  • Während: Content-Team für Foto, Video und Social Media direkt vor Ort
  • Während: Interaktion über Live-Voting, Fragen aus dem Publikum oder eine Event-App
  • Danach: Dankesmail, Aftermovie, Lead-Übergabe an den Vertrieb und Feedback-Umfrage

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Event-Marketing und Eventmanagement?

Event-Marketing beschreibt das Warum: das Ziel, das eine Veranstaltung im Marketing erfüllen soll. Eventmanagement beschreibt das Wie: Planung, Organisation und Durchführung. In der Praxis greifen beide ineinander, eine Full-Service-Agentur deckt beides ab.

Für welche Unternehmen lohnt sich Event-Marketing?

Für alle, deren Produkte oder Leistungen erklärungsbedürftig sind oder auf Vertrauen beruhen – vom Mittelständler bis zum Konzern. Besonders im B2B, in Finanzen, Pharma und Industrie ersetzt kein Kanal das persönliche Gespräch. Die Größe des Events richtet sich nach Ziel und Zielgruppe, nicht nach Unternehmensgröße.

Wie lange sollte die Nachbereitung eines Events dauern?

Die erste Welle – Dankesmail, Fotos, Lead-Übergabe – sollte innerhalb von drei Werktagen laufen, solange die Eindrücke frisch sind. Die Auswertung mit Umfrage und Kennzahlen folgt in den zwei bis vier Wochen danach. Anschließend fließen die Ergebnisse ins nächste Briefing ein.