Roadshow
Eine Roadshow ist eine Veranstaltungsreihe, die dasselbe Programm an mehreren Orten nacheinander zeigt – die Marke kommt zur Zielgruppe statt umgekehrt. Ein Truck mit ausgebautem Showroom fährt in fünf Wochen zu zwölf Händlern, ein Fachvortrag tourt durch acht Städte, ein Produkt steht drei Tage lang auf dem Werksgelände eines Kunden, bevor es weiterzieht. Der Kern ist immer gleich: eine Botschaft, ein Konzept, eine Ausstattung, die reist. Was sich ändert, sind Ort, Publikum und Tagesform des Teams. Genau das macht den Reiz aus – und die Planung anspruchsvoll.
Warum lohnt sich eine Roadshow im B2B?
Der erste Vorteil ist Nähe. Ein Entscheider im Mittelstand fährt selten für eine Produktvorstellung nach München, aber er nimmt sich zwei Stunden, wenn die Präsentation in seiner Stadt steht. So erreicht eine Roadshow Menschen, die eine zentrale Veranstaltung nie besucht hätten. Der zweite Vorteil ist Wiederholung: Ein Konzept, einmal entwickelt und geprobt, wird bei jeder Station besser. Das Team kennt die Abläufe, die Argumente sitzen, kleine Schwächen sind nach der zweiten Etappe behoben.
Drittens die Vertriebswirkung. Regionale Stationen lassen sich mit Kundenterminen, Händlergesprächen und Presseeinladungen verbinden – jede Station wird zum lokalen Anlass. Für ŠKODA haben wir fünf Markenevents in schneller Folge umgesetzt – ein Konzept, das mit jeder Wiederholung sicherer lief. Genau dieses Prinzip trägt eine Roadshow über Städte hinweg: gleicher Kern, angepasste Ansprache pro Ort. Und schließlich zahlt sich die Modulbauweise aus: Bühne, Exponate und Medientechnik werden einmal gebaut und mehrfach genutzt, was Material und Transporte spart.
Typische Roadshow-Formate
- Truck- oder Container-Roadshow mit mobilem Showroom
- Vortrags- und Seminartour durch mehrere Städte
- Händler-Roadshow mit Produktpräsentation vor Ort beim Partner
- Pop-up-Formate an Bahnhöfen, Messen oder Firmengeländen
- Interne Roadshow, die eine Strategie an alle Standorte trägt
Wie plant man eine Roadshow über mehrere Standorte?
Rechnen Sie mit vier bis sechs Monaten Vorlauf, bei Trucks und Sonderbauten eher mehr. Am Anfang steht die Route: Welche Städte, in welcher Reihenfolge, mit welchen Abständen? Zwei Tage zwischen den Stationen reichen für Abbau, Fahrt und Aufbau nur, wenn das Material dafür gebaut ist. Deshalb lohnt sich die Modulbauweise: Bühne, Theke, Exponate und Technik in Einheiten, die in einen Lkw passen, in zwei Stunden stehen und an jedem Ort gleich aussehen. Was vor Ort variiert – Raumgröße, Stromanschluss, Zufahrt – wird bei einer Vorbesichtigung geklärt, nicht am Aufbautag.
Die zweite Säule ist die Reiselogistik für das Team. Referenten, Techniker, Gastgeber und Hostessen müssen an jedem Ort pünktlich und ausgeruht sein; Hotels, Züge und Transfers für 15 Personen über acht Stationen ergeben schnell 300 Buchungen. Dafür setzen wir bei marbet auf m.away, unser Travel Center für Gruppenreisen, Hotels und Ticketing. Und zuletzt die Kommunikation pro Station: regionale Einladung, lokale Presse, Nachfassen bei den Gästen, während die Kolonne schon zur nächsten Stadt rollt.
Checkliste für die Roadshow-Planung
- Route und Terminplan mit Puffertagen für Auf- und Abbau
- Modulares Set-up, das in jeden Raum und jeden Lkw passt
- Vorbesichtigung aller Stationen: Zufahrt, Strom, Lastenaufzug, Parkplätze
- Reise- und Hotelplanung für das gesamte Tour-Team
- Einheitliche Kommunikation mit regionaler Anpassung je Station
Häufige Fragen
Wie viele Stationen sollte eine Roadshow haben?
Üblich sind fünf bis zwölf Stationen innerhalb weniger Wochen. Weniger als drei rechtfertigen den Aufwand für ein mobiles Konzept kaum, mehr als 15 belasten Team und Material spürbar. Die passende Zahl ergibt sich aus der regionalen Verteilung Ihrer Zielgruppe.
Was unterscheidet eine Roadshow von einer Messe?
Auf einer Messe teilen Sie sich die Aufmerksamkeit mit vielen Ausstellern, bei einer Roadshow gehört sie Ihnen allein. Dafür müssen Sie die Besucher selbst einladen. Beide Formate ergänzen sich, wenn die Roadshow Messekontakte in der Region vertieft.
Lässt sich eine Roadshow kurzfristig umsetzen?
Mit bestehendem Material und festen Locations sind acht bis zehn Wochen machbar. Ein neu gebauter Truck oder Sonderbauten brauchen ein halbes Jahr und mehr. Je früher die Route steht, desto verlässlicher lassen sich Hotels und Transporte planen.

